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sprach von Einpacken, von Zurückziehen, vom Einschiffen und Almansor war außer sich vor
Freude; denn jetzt, wenn die Franken in ihr Land zurückkehrten, jetzt mußte er ja frei
werden. Man zog mit Roß und Wagen rückwärts gegen die Küste, und endlich war man so
weit, daß man die Schiffe vor Anker liegen sah. Die Soldaten schifften sich ein, aber es
wurde Nacht, bis nur ein kleiner Teil eingeschifft war. So gerne Almansor gewacht hätte, weil
er jede Stunde glaubte freigelassen zu werden, so verfiel er doch endlich in einen tiefen
Schlaf, und er glaubte, die Franken haben ihm etwas unter das Wasser gemischt, um ihn
einzuschläfern. Denn als er aufwachte, schien der helle Tag in eine kleine Kammer, worin er
nicht gewesen war, als er einschlief. Er sprang auf von seinem Lager, aber als er auf den
Boden kam, fiel er um; denn der Boden schwankte hin und wider, und es schien alles sich zu
bewegen, und im Kreis um ihn her zu tanzen. Er raffte sich wieder auf, hielt sich an den
Wänden fest, um aus dem Gemach zu kommen, worin er sich befand.
Ein sonderbares Brausen und Zischen war um ihn her; er wußte nicht, ob er träume oder
wache; denn er hatte nie Ähnliches gesehen oder gehört. Endlich erreichte er eine kleine
Treppe, mit Mühe klemmte er hinauf, und welcher Schrecken befiel ihn! Ringsumher war
nichts als Himmel und Meer, er befand sich auf einem Schiffe. Da fing er kläglich an zu
weinen. Er wollte zurückgebracht werden, er wollte ins Meer sich stürzen und
hinüberschwimmen nach seiner Heimat; aber die Franken hielten ihn fest, und einer der
Befehlshaber ließ ihn zu sich kommen, versprach ihm, wenn er gehorsam sei, solle er bald
wieder in seine Heimat kommen und stellte ihm vor, daß es nicht mehr möglich gewesen
wäre, ihn vom Land aus nach Hause zu bringen, dort aber hätte er, wenn man ihn
zurückgelassen, elendiglich umkommen müssen.
Wer aber nicht Wort hielt, waren die Franken; denn das Schiff segelte viele Tage lang weiter,
und als es endlich landete, war man nicht an Ägyptens Küste, sondern in Frankistan!
Almansor hatte während der langen Fahrt und schon im Lager einiges von der Sprache der
Franken verstehen und sprechen gelernt, was ihm in diesem Lande, wo niemand seine
Sprache kannte, sehr gut zustatten kam. Er wurde viele Tage lang durch das Land in das
Innere geführt, und überall strömte das Volk zusammen, um ihn zu sehen; denn seine
Begleiter sagten aus, er wäre der Sohn des Königs von Ägypten, der ihn zu seiner
Ausbildung nach Frankistan schicke.
So sagten aber diese Soldaten nur, um das Volk glauben zu machen, sie haben Ägypten
besiegt, und stehen in tiefem Frieden mit diesem Land. Nachdem die Reise zu Land mehrere
Tage gedauert hatte, kamen sie in eine große Stadt, dem Ziel ihrer Reise. Dort wurde er
einem Arzt übergeben, der ihn in sein Haus nahm, und in allen Sitten und Gebräuchen von
Frankistan unterwies.
Er mußte vor allem fränkische Kleider anlegen, die sehr eng und knapp waren, und bei
weitem nicht so schön wie seine ägyptischen. Dann durfte er nicht mehr seine Verbeugung
mit gekreuzten Armen machen; sondern wollte er jemand seine Ehrerbietung bezeugen, so
mußte er mit der einen Hand die ungeheure Mütze von schwarzem Filz, die alle Männer
trugen, und die man auch ihm aufgesetzt hatte, vom Kopf reißen, mit der einen Hand mußte
er auf die Seite fahren und mit dem rechten Fuß auskratzen. Er durfte auch nicht mehr mit
übergeschlagenen Beinen sitzen, wie es angenehme Sitte ist im Morgenland, sondern auf
hochbeinige Stühle mußte er sich setzen, und die Füße herabhängen lassen auf den Boden.
Das Essen machte ihm auch nicht geringe Schwierigkeit; denn alles, was er zum Mund
bringen wollte, mußte er zuvor auf eine Gabel von Eisen stecken.
Der Doktor aber war ein strenger, böser Mann, der den Knaben plagte; denn, wenn er sich
jemals vergaß und zu einem Besuch sagte: "Salem aleikum!" so schlug er ihn mit dem Stock;
denn er sollte sagen: "Votre serviteur." Er durfte auch nicht mehr in seiner Sprache denken,
oder sprechen, oder schreiben, höchstens durfte er darin träumen, und er hätte vielleicht
seine Sprache gänzlich verlernt, wenn nicht ein Mann in jener Stadt gelebt hätte, der ihm von
großem Nutzen war.
Es war dies ein alter, aber sehr gelehrter Mann, der viele morgenländische Sprachen
verstand, Arabisch, Persisch, Koptisch, sogar Chinesisch, von jedem etwas; er galt in jenem
Land für ein Wunder von Gelehrsamkeit, und man gab ihm viel Geld, daß er diese Sprachen
andere Leute lehrte. Dieser Mann ließ nun den jungen Almansor alle Wochen einigemal zu
sich kommen, bewirtete ihn mit seltenen Früchten und dergleichen, und dem Jüngling war es
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